Sommerfest des La Vie

In Münster

GIEVENBECK Wetter perfekt, Programm vielseitig, Beteiligung überwältigend: So lässt sich das Familien-Sommerfest des La Vie auf einen kurzen Nenner bringen. Es war zugleich der zehnte „Geburtstag“ dieser Einrichtung in Gievenbeck – und es wurde etwas für jeden Geschmack und jede Altersklasse der über 1000 Besucher geboten.

Bereits auf dem Parkplatz vor dem Gebäude herrschte buntes Treiben auf dem großen Familien-Flohmarkt, auf dem manches Schnäppchen zu machen war. Das Café war im Innen – und Außenbereich durchgehend fast bis auf den letzten Platz besetzt – kein Wunder, warteten doch ganz besonders Leckereien auf die Gäste.
Hatem Batesh vom Förderverein Arabische Sprache kümmert sich normalerweise als Arzt um seine Patienten, nun bot er von seiner Frau gebackenen Mamoul an, ein orientalisches Gebäck aus Grieß, Zucker und Butter, das mit gemahlenen Datteln oder Pistazien gefüllt ist.
„Das ist ein Feiertagskuchen“, sagte er, „den gibt es nur zum Ramadan und Opferfest oder eben auch zum Geburtstag und den feiern wir hier ja!“ Das La Vie, so meinte er, sei eine großartige Einrichtung – damit war er mit vermutlich allen Besuchern einer Meinung.
Was die Kinder und Jugendlichen als super und cool bezeichnen, erhält auch von den Fachleuten des „Hausteams“ höchstes Lob: „Das La Vie ist so bunt wie die Gesellschaft hier“, sagt Koordinator Guido Schmidt, ein Mann der ersten Stunde. Zunächst ging der Betrieb im Jahr 2000 in drei Wohnungen in der Heinrich- Ebel-Straße los, hier waren gleichzeitig Büro, Beratungsstelle und diverse Kursangebote und das Ganze nannte sich: Multifunktionshaus. Vor zehn Jahren wurde daraus dann das La Vie in einem wohl durchdachten Neubau an der Dieckmannstrasse. Fachleute verschiedener Institutionen (unter anderem Haus der Familie, katholische Gemeinde Liebfrauen/Überwasser, Stadtbücherei, Fachwerk Gievenbeck) bildeten dann das „Hausteam“, das die besonderen Bedürfnisse der Bevölkerung in diesem rasch wachsenden Stadtteil im Blick hatte.

„Wir gucken auf das Ganze“, sagte Pastoralreferent Lars Stuhrbaum. So wurde aus dem La Vie eine Erfolgsgeschichte, die in Münster ihres gleichen sucht. „Wir zählen nicht die Zahl der Nationen, die hier vereint sind, wir schreiben uns auch nicht extra die Inklusion auf unsere Fahnen – hier wird einfach Gemeinsamkeit gelebt!“, meint Guido Schmidt. Und diese bunte Vielfalt bildete das Fest ab: Da wurde modelliert, gebastelt und mit Sand gemalt. Da wurde gehüpft, auf Dosen geworfen und gegen mittelalterliche Ritter gekämpft. Kinder verwandelten sich in riesigen aufgeplusterten Anzügen zu Sumo-Ringern oder wurden von Polizist André Piroth zu Zauberlehrlingen ausgebildet.

Annegret Lingemann

http://www.muensterschezeitung.de/

 

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