Monastir sucht den Austausch mit Münster

In Münster

Delegation zu Gast in der tunesischen Partnerstadt / Initiative für Freundschaftsverein

Bürgermeister Nabil Ben Hamida überreicht Ratsherr Jens Heinemann ein Dankurkunde für den Jubiläumsbesuch aus Münster. – Foto: Presseamt Münter

Münster (SMS) Im Zuge der politischen Umwälzungen in Tunesien ist es um die Partnerschaft zwischen Münster und Monastir ruhiger geworden. Nun ist die Gelegenheit wieder günstiger für neue Kooperationen und Begegnungen. Das Interesse in Monastir ist sehr groß, erfuhr eine kleine Delegation aus Münster, die unter Leitung von Ratsherr Jens Heinemann die Partnerstadt besuchte. Zugleich gibt es in Münster die Initiative zur Gründung eines Freundschaftsvereins, der die Partnerschaft stärken möchte.




Monastir besteht zwar schon seit dem 8. Jahrhundert. Eine Stadtverwaltung für die Bürgerschaft, wie man sie heute versteht, gibt es dort seit 130 Jahren. Das war Grund zu einer Jubiläumsfeier, zu der auch die Partnerstadt Münster eingeladen war. Für die Besucher aus Münster war das zugleich eine gute Gelegenheit zur Begegnung mit Vereinen und Organisationen, die sozial, künstlerisch und kulturell engagiert sind.

Und dieses Engagement ist groß. Dazu gehört etwa die Arbeit unterschiedlicher Gruppen zur individuellen Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Hörbehinderung, Autismus, geistigem oder körperlichem Handicap. Oder der Einsatz einer Organisation, die sich um Babys in den ersten Lebensmonaten und nicht selten auch um deren unterstützungsbedürftige Mütter kümmert. Fast alle, die hier tätig sind, haben Interesse am Fachaustausch mit Kolleginnen und Kollegen in Münster.

Eine Projekt-Partnerschaft ist zum Beispiel mit einem Verein denkbar, der direkt an der Steilküste ein Kunstmuseum betreibt. Sehr engagiert ist außerdem ein Kulturzentrum, das eine Plattform für Projekte etwa aus der bildenden Kunst, Theater und Tanz bietet. Zurzeit wird es um ein kleines Amphitheater für Open-Air-Auftritte erweitert. Bereits angelaufen ist eine Kooperation, an der das Bürgerhaus Bennohaus, der Verein A2.C.I.M. aus Monastir und die Stadt Münster beteiligt sind. Sie bietet jungen Menschen zwischen 21 und 30 Jahren Praktika im Bereich Web-TV.

Das Büro für Internationales im Amt für Bürger- und Ratsservice arbeitet an weiteren Kooperations- und Begegnungsmöglichkeiten. Es beantwortet auch Fragen zur Städtepartnerschaft (Tel. 02 51/4 92-33 28, E-Mail terhorst@stadt-muenster.de).

Wer direkten Kontakt zu Bürgerinnen und Bürgern der Partnerstadt sucht und Interesse an einem Freundschaftsverein Münster-Monastir hat, wendet sich an Dr. Kajo Schukalla. Er hat ebenfalls an der Delegationsreise teilgenommen, um Kontakt zu Engagierten aus den Bereichen Soziales, Menschenrechte, Kunst, Kultur und Entwicklungszusammenarbeit aufzunehmen (Tel.
02 51/2 39 06 06 (Anrufbeantworter), E-Mail kajo.schukalla@gmail.com).
Presseamt Münster

 

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