Migrationsleitbild wurde komplett überarbeitet

In Integration, Münster

Migrationsleitbild wurde komplett überarbeitet

Aktualisierte Neufassung kommt in den Rat / Vertretungen aus der ganzen Stadtgesellschaft beteiligt

Münster (SMS)
Sechs Jahre nach Verabschiedung durch den Rat hat die Stadt Münster ihr Migrationsleitbild gründlich überprüft und auf den aktuellen Stand gebracht.
Die Substanz bleibt unverändert, auch in der Rückschau haben sich die seinerzeit im Konsens festgelegten Leitlinien der Integrationsarbeit bewährt.
Im Detail sprechen sich die mehr als 90 am Verfahren Beteiligten aus der gesamten Stadtgesellschaft gleichwohl für eine komplett revidierte, deutlicher praxisorientierte und sprachlich eingängigere Neuauflage aus.
Das neue Leitbild wird dem Rat zum Beschluss vorgelegt. Der hatte schon 2008 festgelegt, dass das Leitbild alle fünf Jahre aktualisiert und fortgeschrieben wird.
Erarbeitet wurde die Neufassung von Mitgliedern und Vertretungen aus Politik und Migrantenorganisationen, Vereinen, Wohlfahrtsverbänden, Stadtverwaltung und vielen weiteren Institutionen. Sie trafen sich seit Oktober 2013 zu fünf intensiven Sitzungen.
Eingeladen hatten dazu der Integrationsrat-Vorsitzende Spyros Marinos und Jochen Köhnke, Dezernent für Migration und Interkulturelle Angelegenheiten.
Die Federführung lag bei Andrea Reckfort vom Kommunalen Integrationszentrum der Stadt.
Mit der Moderation und Redaktion war wie schon bei der ersten Auflage Prof. Paul Reuber vom Institut für Geografie der Uni Münster betraut.
Die Ziele im „Leitbild Migration und Integration Münster“ betreffen alle Bereiche des Lebens, von der Jugendhilfe über Bildung, Arbeit, Gesundheit, Kultur und Sport bis zur politischen Teilhabe.
Dabei bewegt es sich auf einem sorgsam austarierten Mittelweg. „Es ist weder bloßer Wunschkatalog noch schlichte Bestandsaufnahme, sondern ein Programm mit ambitionierten, aber erreichbaren Zielen“, so Prof. Reuber zum Ergebnis des Verfahrens.
Nach Angaben von Jochen Köhnke wurden sämtliche Ziele überarbeitet: „An vielen Stellen weist es einen stärkeren Münster-Bezug auf, so gewinnt das Papier mehr Verbindlichkeit. Außerdem sind die Formulierungen jetzt konkreter und anwendungsorientierter, schließlich soll das Leitbild ja in der Praxis umgesetzt werden.“
Einzelne Kapitel, darunter der Bereich „Bildung“, wurden neu gewichtet und erweitert. Die Handlungsfelder „Gesundheit“ und „Sport“ wurden verknüpft, neu hinzugekommen ist der Bereich „Pflege“.
Ebenfalls typisch Münster:
Das Verfahren selbst war offen und integrativ. Alle Einrichtungen, Gruppen, Vereine und Einzelpersonen waren zur Mitarbeit eingeladen. „Das hat sich auch im Inhalt niedergeschlagen“, stellt Spyros Marinos fest. „Unser Migrationsleitbild hat einen unverwechselbaren Charakter und passt zur internationalen Stadt Münster, die – so ist zu wünschen – auf dem Weg zur kosmopolitischen Stadt ist.“

Leave a reply:

Your email address will not be published.

Mobile Sliding Menu