MiAD e.V. Eine Bereicherung für Münster

In Münster

In einem neu gegründeten Verein möchten die in Münster lebenden Marokkaner integrative Arbeit leisten und das Image ihrer Landsleute verbessern.

Durch die Flure der katholischen Hoch-schulgemeinde wehte ein Hauch von Orient. In den Räumen im Kuhviertel fand die Gründung von Münsters marokkanischem Kulturverein statt. Der „Marokkanerverein für integrative Arbeit und Dialog – MiAD “ ist nun ein offiziell eingetragener Verein. Zu seinen Arbeitsfeldern gehören Kulturprojekte, die dazu beitragen, dass das Image der Marokkaner, welche in letzter Zeit in den negativen Schlagzeilen geraten ist, verbessert wird.
Hinzu möchte der Verein die  marokkanische Kultur pflegen, die vielfältig und reich ist, nämlich ohne dabei die marokkanische Identität gegen die deutsche Zugehörigkeit auszuspielen bzw. aus-spielen zu wollen.



MiAD e.V. ist für Dialog, integrative Arbeit, für Zusammenhalt der Ge-sellschaft und zugleich gegen Diskriminierung, Rassismus, Ausländerfeindlichkeit und Islamophobie. „Unser marokkanischer Hintergrund ist kein Hindernis für das Leben in dieser Gesellschaft und soll kein sein. Im Gegenteil unser Migrationshintergrund ist und soll eine Bereicherung für diese Gesellschaft sein, welche wir tatsächlich für unsere Gesellschaft bzw. Land und Stadt halten. Da unsere Ge-sellschaft vor großen Herausforderungen steht, möchten wir da auch einen Beitrag leisten. Man kann nicht außer Acht lassen, dass es Problemfelder und Baustellen gibt, wo wir als Verein ansetzen können und mit den verschiedenen zivilgesellschaftlichen Akteuren und städtischen Stellen kooperieren können und möchten.“ So Dr. Azzeddine Echcharif, der Vorsitzende des Vereins.
MiAD will an der Verbesserung der In-tegration und des Wohlbefindens der Neu-ankömmlinge mitwirken, seien es Geflüchtete, Studenten oder Besucher.

Doch mindestens genauso wichtig für den Verein sei das zivilgesellschaftliche Engagement, so Sidi Mohammed Madani, der stellvertretende Vor-sitzende: „Die meisten Vereinsmitglieder seien zwar Migranten der ersten Generation, doch hätten sie in Münster Wurzeln geschlagen und seien gut vernetzt. Dadurch können sie Neuankömmlingen helfen, hier Fuß zu fassen.“

Eine herzliche Gratulation zur Vereinsgründung kam von Münsters Polizeipräsident Hajo Kuhlisch. Er betonte in einem Grußwort: „Nicht Pass und Religion sind entscheidend, sondern Umstände in der Gesellschaft.“ Und der Verein könne bei der Integrationsarbeit als Partner eine große Rolle spielen.

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