Freundschaft kennt keine Grenzen

In Kultur, Münster

Münster –
Es ist ein multikulturelles Fest der Nationen unter dem Motto „Freundschaft kennt keine Grenzen“: Seit 1975 veranstaltet die Ausländische Studierendenvertretung an der Uni Münster vor dem Schloss das internationale Sommerfest, am Samstag präsentierten sich elf Künstler auf der Bühne mit Tänzen und Live-Musik.

Von Helmut P. Etzkorn/ WN.de

 

Organisatorin Kalina Kuncheva, Vorsitzende der Ausländischen Studierendenvertretung, freute sich über den Riesenandrang.  „Viele kommen vom Promenadenflohmarkt und sind zum ersten Mal hier, die gute Laune ist förmlich spürbar.“


Verständigungsschwierigkeiten spielten bei der Nationenparty bis in die Nacht kaum eine Rolle. Kuncheva: „Heute sprechen wir alle eine Sprache, es ist die Sprache der Musik!“ Für Oberbürgermeister Markus Lewe ist das multikulturelle Fest „eine gute Chance, den Reichtum von Vielfalt zu entdecken“.  Besonders den Menschen, die kürzlich aus Kriegs- und Krisengebieten gekommen seien, könne das Fest „ein Stück Heimat“ bieten.   Deshalb sei es „ein toller Beitrag zur Völkerverständigung und Integration in einer toleranten Stadt“, so Lewe.


Uni-Prorektorin Dr. Marianne Ravenstein schwärmte vom „einzigartigen Flair“. Insgesamt 3500 internationale Studierende lernen in Münster. „Sie sollen auch erfahren, dass Freundschaft keine Grenzen kennt“, so Ravenstein.


Für Dr. Ömer Lütfü Yavuz, den Vorsitzenden des Integrationsrates,  ist der unkonventionelle Mix aus Musik, Tanz und exotischen Köstlichkeiten „eine gute Möglichkeit, mehr voneinander zu erfahren“. Das Fest könne helfen, Vorurteile abzubauen.  Menschen aus rund 150 Nationen leben friedlich in Münster zusammen, Migranten seien deshalb „eine Bereicherung für die Stadtgesellschaft“, so Yavuz. Gleichzeitig forderte er mehr kommunales Engagement, wenn es um qualifizierte Sprachkurse und eine zügige Integration von Kriegsflüchtlingen gehe.


„Das Internationale Sommerfest ist eine gute Chance, den Reichtum von Vielfalt zu entdecken.“
Markus Lewe, Oberbürgermeister
Den Worten folgen indische Tänze, Rap aus Marokko, arabische Klassik-Töne und osteuropäischer Gipsy-Swing. Die Gruppe Menal Barket erinnert in ihren kurdischen Liedern an Flucht, Vertreibung und die Schönheit eines Landes, in dem sie nicht mehr wohnen können.


Und der Verzicht auf die westfälische Hausmannskost lohnte sich auch. Von Teigblättern mit Schafskäse über Affenbrotsaft bis zur Falafel reichen die kulinarischen Köstlichkeiten. Eben ein gelungenes Fest für alle Sinne.

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