Cybermobbing

In Bildung

Cybermobbing (im wissenschaftlichen Zusammenhang auch „cyberbullying“ genannt) bezeichnet das Schikanieren anderer Menschen – meist über einen längeren Zeitraum – mithilfe elektronischer Kommunikationsmittel wie Internet, Chatrooms, Online-Communities, Video- und Fotoplattformen, WhatsApp, Facebook u. a. Im Gegensatz zum herkömmlichen Mobbing können die Opfer zu jeder Tages- und Nachtzeit über das Internet/Handy angegriffen werden und das Publikum der Attacken ist teilweise unüberschaubar groß und häufig anonym (zumindest auf den ersten Blick).
Manchmal reicht es aus, sich jemandem anzuvertrauen (z. B. Vertrauenslehrer, Fußballtrainerin) oder den Täter offen anzusprechen (Ansprechpartner in Münster s. u.). Die meisten Social-Media-Angebote bieten Informationen und Problemlösungsmechanismen für den Fall an, dass rechtsverletzende Inhalte online gestellt werden. In schwerwiegenden Fällen ist aber auch juristischer Beistand erforderlich.
Cybermobbing ist gesetzlich noch nicht als Straftatbestand normiert. Allerdings stellen einzelne Tatbestände wie Beleidigung (§ 185 StGB), üble Nachrede (§ 186 StGB), Verleumdung (§ 187 StGB), Nötigung (§ 240 StGB) und Erpressung (§ 253 StGB) strafbare Handlungen dar. Natürlich macht sich auch strafbar, wer andere Leute heimlich filmt oder fotografiert und diese Filme/Fotos veröffentlicht oder z. B. Gewaltvideos über das Handy verbreitet, öffentlich ausstellt oder zugänglich macht (siehe  Kapitel „Gewalt auf dem Handy“) (§ 201a StGB Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen).
In schwerwiegenden Fällen sollte man sich auf jeden Fall an die Polizei wenden und Anzeige erstatten. Wichtig ist es außerdem, Beweise zu sichern, indem man Screenshots und Ausdrucke der Cybermobbing-Vorfälle macht.

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