Ausgelassen und fröhlich

In Münster
Benedikt Sturm vom DRK(2.v.l.) freut sich über das Engagement des Kulturvereins der muslimischen Gemeinde für die Menschen in der Wartburgschule. Ahmed Lolo, Muhammed Abdalhlem und Dr.Azam Athamna helfen gerne.

MÜNSTER
Dieses Angebot hat uns aber besonders gefreut“, so Udo Schröder­ Hörster von den Johannitern.
Er ist Vertreter einer von vier münsterschen Hilfsorganisationen, die in der ehemaligen Wartburg-schule Flüchtlinge betreuen. Viel Unterstützung erfahren die Helfer bei ihrer Arbeit von Beginn an aus der Bevölkerung. So auch vom Kultur Verein der muslimischen Gemeinde in Münster. Der bot ein gemeinsames Fasten brechen mit den muslimischen Flüchtlingen in der Einrichtung an. Denn derzeit begehen die Muslime ihren Fastenmonat Ramadan, indem alle Muslime mit wenigen Ausnahmenzum Fastenzwischen Sonnenauf- und Sonnenuntergang verpflichtet sind. Noch bis zum morgigen Donnerstag dauert diese 29 tägige Fastenzeit. Erst in der Nacht darf gegessen und getrunken werden. Bei diesen äußeren Bedingungen ist das zur Zeit besonders schwer, das wissen auch die Mitglieder des Kulturvereins. Pünktlich um 22 Uhr treffen deshalb jeden Abend im Fastenmonat mehrere Mitglieder des Kulturvereins in der Wartburgschule ein, nachdem sie bereits den Abend in der Arrahman Moschee am Meßkamp Speisen vorbereitet haben. Eigentlich herrscht in der Wartburgschule dann schon Nachtruhe, aber für diesen Anlass macht die Einrichtungsleitung gerne eine Ausnahme. Benedikt Sturmvom DRK ist es, wie allen anderen Helfern auch, wichtig, den Menschen in der Wartburgschule die Gelegenheit zu geben, den Ramadan zu feiern. „Das ist ein Zeichen des Respekts und der Willkommenskultur“. Die Helfer von ASB, DRK, Johannitern und den Maltesern, die abwechselnd auch in den Nächten die Menschen in der Wartburgschule betreuen, nehmen interessiert diese neuen Eindrücke auf. Für sie ist es in der Regel das erste Mal, im Ramadan Muslime beim Fastenbrechen zu erleben.

Bis kurz nach 23 Uhr versammeln sich die Muslime in der alten Turnhalle, die als Speisesaal hergerichtet wurde. „Wir kochen jeden Abend frisch“, betont Muhammed Abdalhlem, der 2. Vorsitzende des Vereins. „Wir machen das alles ehrenamtlich und aus Überzeugung“. Auch die Kosten tragen die Mitglieder des Vereins. Frisches Obst und Salate, Reis und Eintöpfe, Getränke, Kuchen, Datteln und Süßigkeiten für die Kinder haben die Mitglieder des Kulturvereins bei ihren Touren in die Wartburgschule dabei. Bei angeregten Gesprächen herrscht jedes Mal eine ausgelassene und fröhliche Stimmung, vor allem unter den Kindern. Den Hilfsorganisationen ist er sehr dankbar, dass sie so flexibel reagieren, sodass auch nachts noch Betrieb in der Unterkunft herrschen kann. Zwischen 2 und 3 Uhr in der Nacht nehmen die Muslime noch einmal eine Mahlzeit ein, die dann bis zum späten Abend reichen muss. „Die Zusammenarbeit mit dem Kulturverein ist ein wahrer Gewinn für uns alle“, so Benedikt Sturm abschließend. „Am meisten natürlich für die Menschen aus aller Welt, die wir hier betreuen“.
Quelle: Text und Bild: Kaufen und Sparen

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