Wie Sport den Weg zur Zweitsprache ebnet

In Integration

Netzwerkveranstaltung für Bildungsakteure zur Verbindung von Bewegung, Sprache und Integration

Münster (SMS) Die Netzwerkveranstaltung „Sport, Sprache, Integration – Zweitspracherwerb in Bewegung“ brachte jetzt pädagogische Fachkräfte, (Sprach-)Lehrkräfte, Mitglieder aus Migranten-Selbstorganisationen und Sportvereinen sowie Mitarbeitende der Stadtverwaltung auch im übertragenen Wortsinn in Bewegung. Im Rathaus erlebten sie mit einem Fachvortrag und praktischen Workshops, wie der Erwerb von Deutsch als Zweitsprache durch körperliche Aktivitäten unterstützt werden und wie Integration so besser funktionieren kann.

Nach dem Grußwort von Bürgermeisterin Beate Vilhjalmsson erläuterte Prof. Dr. Ulf Gebken (Sport- und Bewegungswissenschaften  Universität Duisburg-Essen) Grundlagen einer bewegungsorientierten Sprachförderung und stellte erfolgserprobte Konzepte und Angebote aus der Praxis vor. In drei Workshops wurde die Theorie dann in die Praxis umgesetzt. Darunter auch Beispiele, wie bereits der frühkindliche Spracherwerb spielerisch „ins Rollen“ gebracht werden kann. Es gab praktische Tipps für die Förderung des Zweitspracherwerbs in Schule und Sportverein, und auf der Bühne des Festsaals wurde lebhaft vermittelt, wie theaterpädagogische Elemente den Zweitspracherwerb bei (jungen) Erwachsenen anregen können.

„Wir haben gezielt Berufsbilder aus den Bereichen Sport und Sprachförderung angesprochen, um einen fruchtbaren Austausch zwischen den Disziplinen anzuregen und eine Plattform zur Vernetzung anzubieten“, sagen die städtischen Bildungskoordinatorinnen für Neuzugewanderte Elisabeth König (Motologin, Sportwissenschaftlerin) und Simone Willnath (Germanistin, Fremdsprachenpädagogin). Vielleicht könne mit den Workshop-Impulsen das kreative Potential dieser Verbindung bei der Integration neu Zugewanderter stärker genutzt werden, so die beiden Organisatorinnen.

Auch Klaus Ehling, Leiter des  Amtes für Schule und Weiterbildung, begrüßte die Ansätze, das sprachbildende Potential von Sport stärker zu nutzen. Ehling verwies auf die besondere Rolle der Stadt Münster innerhalb des Bundesprojekts „Kommunale Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte“. Das setzt neben der Sprachförderung auf den Sport und nimmt damit bundesweit eine Vorreiterrolle ein.

Foto: Beim Workshop „Sport, Sprache, Integration“ erprobten die Teilnehmenden, wie der Zweit-Spracherwerb spielerisch ins Rollen gebracht werden kann.  Foto: Presseamt Münster. 

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