Tag der offenen Moschee in Münster

In Münster

Heute am Tag der offenen Moschee war ich als Vertreter unserer Jüdischen Gemeinde Münster vom Christlich Islamischen Arbeitskreis Münster in die AT-TAWBA – Moschee der Marokkanisch-Islamische Religionsgemeinschaft eingeladen, mich auf einen Gedankenaustausch einzulassen und auch ein Grußwort zu sprechen.

Die Atmosphäre war sehr herzlich. Auch kritische Themen taten dieser Atmosphäre keinen Abbruch.

Das Datum, der 3. Oktober, ist bewusst gewählt. Mit dem Tag der offenen Moschee  wollen Moschee-Gemeinden ihren Integrationswillen zeigen.

Das diesjährige Motto lautete Keine Gewalt in Gottes Namen. Mit der Wahl dieses Mottos dürften die Veranstalter die weltweiten schrecklichen Terroranschläge im Auge gehabt haben, denn es waren stets junge Menschen, die ihre menschenverachtenden Taten in einen religiös islamischen Bezug stellten.





Ich verwies in meinem Grußwort auch darauf, dass es eine Herausforderung an die Moschee-Gemeinden sei, öffentlich deutlich zu machen, dass weder Gewalt, Terror noch Antisemitismus integraler Bestandteil der Lehre und Auslegung der islamischen Religion in den Moscheen von heute ist.

Folglich gilt für alle Gotteshäuser heute und alle Tage: KEINE GEWALT IM NAMEN GoTTES!

Dies nachhaltig deutlich zu machen ist der Tag der offenen Moschee ein gutes Zeichen und kann Rechtspopulisten, die sich mit luftigem Blau schmücken, doch Braun schmieren, den Wind deutlich aus den Segeln nehmen.

Von: Sharon Fehr

Fotos:Sharon Fehr / Quelle:http://www.jgms.de

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