Jobcenter empfiehlt Handwerk

In Bildung

Infoveranstaltung zu Handwerksberufen im Stadthaus 2 / Riesige Nachfrage und große Wissenslücken

Münster (SMS) Der 37-jährige Jack Badra aus Syrien hat sich umorientiert. Seit drei Jahren ist er in Deutschland. In seiner Heimat war er Bankkaufmann, jetzt macht er eine Ausbildung zum Anlagenmechaniker für Sanitär, Heizung und Klima und sieht für seine berufliche Zukunft gute Chancen. Er ist ein Beispiel, wie zugewanderte Menschen mit einer handwerklichen Ausbildung in Deutschland gut Fuß fassen können. Um die Chancen im Handwerk zu zeigen, hatte das Jobcenter ins Stadthaus 2 eingeladen. Über 150 interessierte Neuzuwanderer nahmen teil.

“Wir freuen uns über das große Interesse und sehen uns bestätigt, dass wir hier beiden Seiten helfen”, resümiert Jobcenter-Leiter Ralf Bierstedt. “Dem Handwerk fehlen die qualifizierten Arbeitskräfte, die Zugewanderten wollen sich integrieren und auf eigenen Füßen stehen.”

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Infotages konnten sich zu Berufen im Elektro- und Metallhandwerk und auf dem Bau schlau machen. Sie lernten außerdem den Weg dorthin kennen: Die Handwerkskammer war mit Beratungskräften zu Aus- und Weiterbildung und zur Stellenvermittlung vertreten. Lehrbauhof und Kreishandwerkerschaft warben ebenfalls für praktische Berufe.

Beata Kanngießer, die Migrationsbeauftragte des städtischen Jobcenters, organisiert seit Jahren die erfolgreichen Kontaktbörsen und Infotage, bei denen sie arbeitsuchende Migranten und mögliche Arbeitgeber zusammenbringt. “Diesmal konnten die Räume die vielen Interessierten kaum fassen”, freut sie sich. “Die Neugier, aber auch die Wissenslücken, was das hiesige System mit der dualen Ausbildung betrifft, waren sehr deutlich.” In zwei Monaten am 21. Februar wird es einen Schritt konkreter: Dann laden Jobcenter und Handwerk die Interessenten nochmal zur Vermittlung ein und hoffen auf den Abschluss möglichst vieler Ausbildungsverträge.

Foto: Stadt Münster

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