Einwanderung gestalten NRW

In Integration

Integrationsstaatssekretärin Serap Güler informierte sich in Münster über Modellprojekt

Münster (SMS) Serap Güler, Staatssekretärin für Integration in NRW, informierte sich über das Modellprojekt „Einwanderung gestalten NRW“ in Münster als einer von insgesamt zwölf  Modellkommunen im Land. Mit dem Modellprogramm verfolgt die nordrhein-westfälische Landesregierung das Ziel, die ämterübergreifende Zusammenarbeit zur Integration eingewanderter Menschen zu fördern. „Im Mittelpunkt steht der zugewanderte Mensch mit seinen Potenzialen und individuellen Bedarfen“, betonte Staatssekretärin Güler.

Der Schwerpunkt des auf zwei Jahre angelegten Münsteraner Projektes liegt auf der Integration langzeitgeduldeter Familien. „Der seit Jahren unsichere Aufenthaltsstatus erschwert die Integration“, erläutert Münsters Sozialdezernentin Cornelia Wilkens. Hier setzt das Projekt an.




Während viele dieser Familien längst in der Münsteraner Gesellschaft angekommen sind, gebe es auch eine Gruppe, die nach wie vor keinen Zugang zu Arbeit und Wohnraum gefunden habe und in prekären Verhältnissen lebe, fassten die beiden Koordinatoren Stefan Scholz, Sozialamt, und Sophie Nienhaus, Ausländerbehörde, zusammen. Diese Familien sollen gezielt dabei unterstützt werden, die für ein dauerhaftes Bleiberecht geforderten Integrationsleistungen zu erbringen. Dabei geht es einerseits um die individuelle Begleitung der Menschen, andererseits aber auch um die Vernetzung der beteiligten professionellen Akteure und eine abgestimmte Zusammenarbeit. Ziel des Projektes ist auch, gute Ansätze im Folgenden auf weitere Zielgruppen zu übertragen.

In drei Projektgruppen wurden gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Themenfeldern Lösungsansätze zur Verbesserung der Integration in den Bereichen Schule, Übergang Schule-Beruf und Erwerbstätigkeit erarbeitet. Eine weitere Projektgruppe beschäftigte sich besonders mit Fragen zum Zugang zur Zielgruppe und der Ausgestaltung der Angebote. Im nächsten Schritt sollen erste Umsetzungen der erarbeiteten Maßnahmen auf den Weg gebracht werden. Dazu gehören etwa die Entwicklung eines systematischen Case Managements oder  die Durchführung von Fallkonferenzen.

Neben Münster zählen Dormagen, der Kreis Lippe, der Rheinisch-Bergische Kreis, Mülheim an der Ruhr, Köln, Bielefeld, Dortmund, Wuppertal, Hamm, Moers und Rheine zu den Modellkommunen.

Foto: Münsters Fachleute informierten Staatssekretärin Serap Güler über das Modelprojekt „Einwanderung gestalten NRW“: Axel Niemeyer, Dagmar Arnkens-Homann, Miriam Palazzi, Verena Schulte-Sienbeck, Serap Güler, Nicole Ivankova, Cornelia Wilkens, Katrin Witte, Sophie Nienhaus, Stefan Scholz (v.l.). Foto: Presseamt Münster.

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